Veredelung durch Kochen


gekochter Vollkornreis
gekochter Vollkornreis

Der Hauptbestandteil des Getreidekorns ist Stärke, ein Kohlenhydrat. Dieses wird beim Kochen in einen löslichen Zustand überführt. Zunächst dringen Wassermoleküle in das aus Amylose und Amylopektin aufgebaute Stärkekorn ein.

 

Das Wasser löst beim Kochen zuerst die Amylose, dann das Amylopektin, wobei der Druck im Inneren des Stärkekorns steigt. Der große Wasserandrang verursacht ein Aufplatzen der Hülle, die die aufgelöste Amylose und das Amylopektin freigibt. Das freigewordene Amylopektin bildet den Stärkekleister beim Kochen. 

 

Im Kristallbild zeigen sich mehrere Zentren - ein Phänomen das oft bei gekochtem Getreide beobachtet wird. Teilweise verlaufen die Hauptnadelzüge von den Zentren moosartig und zeigen sich in der Mittelzone verdickt und wenig ausdifferenziert. Zum Randbereich hin verstrahlen sie recht dünn und feinnadelig. Die Glasplatte ist von Kupferchloridnadeln gut bedeckt, wobei dieses plan und flächig wirkt. Durch den moosartigen Charakter der Nadelkonfiguration in der Mittelzone, wirkt es auslaufend und wenig geformt.

gekochter,gewürzter Vollkornreis
gekochter,gewürzter Vollkornreis

Der Reis wurde mit drei Gewürzen, Ingwer, Vanille und Zimt gewürzt. Es war die Frage interessant, was diese drei Gewürze in Beziehung zum gekochten Reis bewirken. Wie wird sich deren Einfluss im Kristallbild zeigen? 

Das Kristallisationsbild zeigt einen harmonischen Gesamteindruck mit mehreren Zentren. Diese wirken aufgeschlossen und zentriert. Insgesamt bilden diese Zentren eine feine, leichte, geordnete, fein verwobene Verstrahlung. Es zeigt sich somit gut koordiniert und verbunden. Vom empfindungsmäßigen Eindruck her scheinen einem die einzelnen Zentren entgegen zu blühen. Das Kristallisationsbild hat viele Zentren es wirkt zentriert und sehr hebend.”